Das Wappen

14. Juli 2018

Das von der Freiwilligen Feuerwehr Allmannshausen für sich ausgewählte Wappen der Grafen von Hörwarth ist mit der Erhebung des Geschlechts „von Hörwarth zu Hohenburg“ in den Reichsgrafenstand entstanden. In der Heraldik gilt es als das „gräfliche Wappen“.

Wappen nennt man alle erblichen, nach bestimmten Regeln zusammengestellten Abzeichen von Familien, Körperschaften (bes. Orden), Herrschaften, Ämter, Würden, Städte und Länder. Ursprüngliche Symbole, die einzelnen Heerführern und Rittern als Auszeichnung oder Anerkennungszeichen verliehen wurden gingen in die Wappen von den einzelnen Geschlechtern auf Funktion, Institution, Herrschaften und Schutzbereiche über. Das Wappen wurde durch den sogenannten Wap

penbrief (ausgestellt vom Kaiser, vom Hofpfalzgrafen oder Fürsten) an den Adel oder rittermäßige Leute verliehen.  Später nahm auch das städtische Patriziat die Gewohnheit an Wappen zu führen.

So ist das ausgewählte nicht das erste des Geschlechts der Hörwarth zu Hohenburg sondern das erste der GrafenHörwarth zu Hohenburg das in der Zeit des Ferdinand Joseph Graf von Hörwarth eine Veränderung in der Reihenfolge der Wappenschild-Felder erfuhr (sh. Kupferstich des Michael Wening von 1701 / Schloß Allmannshasuen). Sein Sohn, Johann Michael Graf von Hörwarth, der letzte der Hohenburger Linie, führte aber – zwar in einem ovalen Schild – wider die Insignien des gräflichen Wappens in der ursprünglichen Reihenfolge.

 

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Zu den Symbolen des Wappens ist zu sagen:

  • Der Doppelkopfadler mit der Krone symbolisiert die Würde des „Reichsgrafen“ das dem Geschlecht der Hörwarth 1687 vom Kaiser Leopold I verliehen wurde.
  • Die 5 Tannen (die „Pappeln“ entstanden bei der Gestaltung durch eine schlechte Vorlage) in einem dreigeteilten Feld stellen das alte Wappen der Hohenburg (bei Lenggries/Isartal) dar.
  • Der „Zick-Zack-Balken“ ist mit der Gestaltung des gräflichen Wappens an die Stelle einer Eule – das ursprüngliche Wappen der Hörwarth´s – getreten, die mit dem Geschlecht der „Eulenthaler“, das Mitte ds 14.Jahrhunderts ausgestorben ist, eines Stammes und Wappens waren. Vor der Erhebung in den Grafenstand wurde die Eule noch in den Wappen geführt, wie einst – nach der Erhebung in den Ritterstand – 1459 den Hörwarth´s von Kaiser Friedrich III bestätigt.

Historisch betrachtet müssen wir feststellen, dass das Gebiet der früheren Hofmark Allmannshausen mit Biberkor immer dem Gebiet zwischen Loisach und dem Isartal zugewandt war. Das unterstreicht schon vor den Flösserwallfahrten nach Allmannshausen im 18. Jahrhundert, der Erwerb der Hofmark durch die Grafen Hörwarth zu Hohenburg ( bei Lenggries/Isartal) im Jahre 1611. Hans Georg Hörwarth zu Hohenburg  (1588 – 1657) verdanken wir das Wahrzeichen von Allmannshausen – unsere Valentinskirche – die von ihm im Jahre 1651 auf die heutige Größe erweitert wurde. Die Wahl des Wappens unterstreicht eindrucksvoll die Verbindung der Freiwilligen Feuerwehr Allmannshausen zur historischen Entwicklung unserer Heimat.

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