Am 11. Mai 2026 führte die Freiwillige Feuerwehr Allmannshausen eine realitätsnahe Übung am Dürrberghof in Assenhausen durch. Übungsziel war zum einen der Aufbau einer ausreichenden Wasserversorgung für einen angenommenen Brand des Hofes beziehungsweise der unter dem Hof befindlichen Garage.
Hierfür wurden über 200 Meter Schlauchleitungen von den Hydranten an der Kreuzung Sibichhausen verlegt. Zum Einsatz kam dabei auch die Schlauchreserve des TSF-W, bei der bereits gekuppelte Schläuche während der Fahrt entlang der Straße ausgelegt werden können. Zusätzlich wurden die am Hof vorhandenen Zisternen genutzt. Mit dem neuen HLF wurde Wasser aus einer der Zisternen mittels Saugschläuchen entnommen und für den Löschangriff bereitgestellt. Parallel dazu wurde ein Außenangriff aufgebaut, um eine Brandbekämpfung von außen sicherzustellen.


Ein weiterer Schwerpunkt der Übung lag auf dem Innenangriff unter Atemschutz. Mehrere Atemschutzgeräteträger gingen in Gruppen in die stark vernebelte Garage vor, in der mehrere Übungspuppen versteckt waren. Die Sichtverhältnisse waren dabei äußerst realitätsnah und praktisch gleich null – im gesamten Gebäude konnte man aufgrund der dichten Verrauchung teilweise nicht einmal mehr die eigene Hand vor Augen erkennen. Neben der Personensuche wurden auch die Atemschutzüberwachung sowie das taktische Vorgehen in verrauchten Gebäuden intensiv geübt.
Ebenso kam die neue Wärmebildkamera zum Einsatz, die gegenüber der bereits vorhandenen Kamera nochmals verbesserte Möglichkeiten bietet und die Suche nach Personen und Glutnestern deutlich erleichtert.
Zusätzlich wurde der Ernstfall geübt, dass Kameraden während des Einsatzes verletzt werden oder unter Atemschutz ohnmächtig werden. In diesem Szenario mussten mehrere Feuerwehrkameraden aus der verrauchten Umgebung gerettet und unter Atemschutz aus dem Gebäude getragen werden. Diese Einsatzlagen sind körperlich äußerst anspruchsvoll und zeigen, wie wichtig regelmäßiges Training unter realistischen Bedingungen ist.
Ein herzlicher Dank gilt Dr. Klaus Gröber vom Dürrberghof, der das Übungsobjekt zur Verfügung stellte und die Durchführung der Übung ermöglichte.
Im Anschluss an die Übung gab es dank Susanne Becker zur Freude aller eine Brotzeit. Vielen Dank für die wie immer hervorragende Versorgung!