Oft lassen sich Häuseranordnungen zur Brandbekämpfung nur durch lange private schmale Stichstraßen erreichen, die dann zu den Dorf- und Verbindungsstraßen münden.
Hier wird die lapidar wirkende Frage, „Wo stellen wir im Einsatzfalle die Einsatzfahrzeuge am besten ab…“ zur besonderen Aufgabe. Denn nicht alle Stichwege bedienen die Forderung nach schnellem Rückzug der Einsatzfahrzeuge, Sicherheit vor Flamm- und Hitzeschäden der Fahrzeuge und andere Sicherheits- und Arbeitsbedingungen bei einem Einsatz. Diese Häusergruppe unseres fiktiven Einsatzes im Rahmen der Übung lässt sich über einen Verbindungsweg erreichen, hier ist aber bei den hauptsächlich vorherrschende Westwinden und der damit verbunden Rauch- und Flammenbelastung unser eigener Rückweg gefährdet. Das muss man unter Einsatzbedingungen üben…
Für diese Häusergruppe in Assenhausen haben wir ein alternatives „Angriffskonzept“ ausprobiert, die Brandbekämpfung von einem großen Nachbargrundstück aus, dem Fußballplatz unterhalb der Rottmannshöhe. Gleichzeitig ergänzte die Übung hervorragend die Kenntnisse zur Löschwasserversorgung in unserem Einsatzgebiet, da die Wasserentnahme von der großen Wasserzysterne, östlich der Rottmannshöhe, erfolgte. Dieses Wasserreservoir verfügt über ein Volumen von 20.000 Liter und wird über eine großvolumige Nachspeiseleitung sofort nachversorgt.
Ergänzend haben wir einen separaten Angriffsaufbau von unserem LF 8/6 erstellt der von der neu sanierten Versorgungsleitung in der Straße aus einem Unterflurhydranten gespeist wurde. Dabei hatte es etwas zur Verwirrung beitragen, dass zwar der Hydrant in der Straße neu erstellt, die Beschilderung aber noch die alte geblieben war. So war er nicht auf Anhieb zu finden. Im Ernstfall ein unnötiger Zeitverlust.
Ergänzend wurden auch fahrzeugeigene Lichtquellen mit separatem Lichtmast aufgestellt und in Betrieb genommen, denn die Übung war noch vor der Sommerzeitumstellung, es wurde relativ früh dunkel.
Die Übung war nicht nur aus einsatztaktischer Sicht ein voller Erfolg. Es wurden die Mängel der Hydrantbeschilderung aufgenommen und an die Gemeinde übermittelt, ebenso die Zusammenarbeit mit dem Betreiber der Rottmannshöhe, den Vertretern der „Heckscher Klinik“ wieder vertieft, die unsere Übung (auf ihrem Gelände) voll unterstützt haben.
Ebenso konnten wir an dieser nicht alltäglichen Wasserentnahmestelle den praktischen Umgang üben.